Rheinische Hausjuwelen

Zuschüsse

Politische Förderung ist unverzichtbar!

Von Beginn unserer Firmengründung im Jahr 2008 an haben wir wieder und wieder Ministerien und andere Institutionen angeschrieben. Dabei haben wir nachdrücklich auf das große Entwicklungspotential des Wirtschaftszweiges der Haushaltsdienstleistungen hingewiesen, der nach wie vor der unkontrollierten Schwarzarbeit überlassen wird. Wir haben immer wieder staatliche Unterstützung für diesen Bereich gefordert und auf Förderungsmodelle hingewiesen, die in anderen Ländern schon seit vielen Jahren und mit großem Erfolg durchgeführt werden (z.B. in Belgien, wo haushaltsnahe Dienstleistungen durch staatliche Gutscheine unterstützt werden, oder der Borloo-Plan in Frankreich).

Leider ist es uns nie gelungen, parallel dazu auch einmal die Presse für dieses Anliegen zu interessieren.

Auf Länderebene hat es zwischenzeitlich in Baden-Württemberg ein erfolgreiches Pilotprojekt gegeben, bei dem in einigen Städten Gutscheine für haushaltsnahe Dienstleistungen an einen besonders festgelegten Kreis von Berechtigten verkauft wurden.

Der Deutsche Hauswirtschaftsrat hatte im Sommer 2021 auch eine Petition "Zuschüsse für haushaltsnahe Dienstleistungen: für eine faire Verteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit" online gestellt, die zwischenzeitlich geschlossen wurde.

Es bleibt abzuwarten, ob sich unter der künftigen Regierung etwas bewegen wird.

Wussten Sie das eigentlich?

In der vorangegangegen Koalitionsvereinbarung hatten die Regierungsparteien den Beschluss aufgenommen, die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen durch Zuschüsse zu fördern. Leider sind den Worten keine Taten gefolgt.

In den aktuellen Wahlprogrammen waren bei einigen Parteien - wenn überhaupt - steuerliche Verbesserungen angekündigt worden. Diese allein sind jedoch nicht zielführend, da nicht alle Haushalte davon profitieren würden.

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Verlustgeschäft für den Staat?

Von Seiten der Interessenverbände für Haushaltsdienstleistungen ist zu erfahren, dass der Bundesfinanzminister die entstehenden Ausgaben scheuen würde. Das wäre allerdings sehr kurz gedacht: in zahlreichen Modellberechnungen wurde nachgewiesen, dass die Ausgaben für eine Bezuschussung in kurzer Zeit durch die dann gezahlten Steuern und Sozialabgaben sowie die eingesparten Unterstützungsleistungen mehr als kompensiert werden.
Da die Gutscheine nur für "angemeldete" Arbeitsverhältnisse vergeben werden, würde sich die Möglichkeit zur Schwarzarbeit auch auf Seiten der Arbeitnehmer*innen erheblich verringern, so dass wieder mehr legale Arbeitskräfte dem Markt zur Verfügung stünden - ggf. auch für den Mangelbereich der Pflegeleistungen.

Fazit

Die Untätigkeit der Politik und auch das Desinteresse der Presse sind unbegreiflich – schließlich sind Hilfen im Haushalt schon lange keine Luxusangelegenheit mehr, sondern häufig eine dringend notwendige Unterstützung für Berufstätige, ältere oder anderweitig hilfsbedürftige Menschen.

Es ist uns daher ein Anliegen, auch einmal über diese Seite unseres Firmenmodells zu informieren. Die Schere zwischen einem angemessenen Lohn, der mit den Verlockungen der Schwarzarbeit konkurrieren kann, und einem bezahlbaren Preis für den Kunden geht immer weiter auseinander. Es wird zunehmend schwerer, noch geeignetes Personal zu finden – andererseits steigt die Nachfrage nach (legalen) Haushaltshilfen stetig an.

Abhilfe kann hier nur durch einen höheren Druck von Seiten der Verbraucher geschaffen werden.

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