Corona und das neue Jahr


Weihnachten und Silvester sind vorüber. Mehr als sonst haben wir gespürt, wie sehr wir unsere Angehörigen und Freunde vermissen.  Viele von uns werden die technischen Möglichkeiten genutzt haben, um mit ihren Liebsten in Kontakt zu bleiben. Manche werden aber auch aufatmen, dass die besondere emotionale Belastung dieser Feiertage überstanden ist. So schön und nützlich die technischen Kommunikationsmöglichkeiten auch sind, schließlich kann doch nichts die direkten Gespräche und die körperliche Nähe ersetzen.

Jetzt startet ein neues Jahr und mit ihm die große Hoffnung, dass die Pandemie in absehbarer Zeit überwunden werden kann, damit wir unser „altes“ Leben wieder aufnehmen können. Aber wollen wir das wirklich?

Ich wünsche mir von Herzen, dass uns diese schlimme Zeit eine Lehre sein wird. Muss es immer höher, schneller, weiter gehen? Die Ereignisse des letzten Jahres sollten uns zum Nachdenken bringen, welche Werte für den Fortbestand unserer Zivilisation wirklich wichtig sind: Respekt und Wertschätzung für unsere Umwelt, für unsere „Lebens“!-mittel  und nicht zuletzt für die Menschen, deren bisher kaum beachtetes Tun sich plötzlich als unverzichtbar für den Erhalt unserer Gesellschaft erwiesen hat.

Auch die Reinigungskräfte wurden jetzt als „systemrelevant“ eingestuft. Der Mindestlohn im Tarifvertrag der Gebäudereinigung wurde deutlich erhöht mit der Option auf weitere Steigerungen in den nächsten Jahren. Mein Betrieb orientiert sich weitgehend  an diesen Tariflöhnen; im Hinblick auf die besondere Verantwortung in Privathaushalten werden von mir jedoch höhere Löhne gezahlt.

Ich finde, auch und gerade unsere Juwelen haben das wirklich verdient. Das vergangene Jahr hat wieder eindrücklich gezeigt, wie sehr wir uns auf sie verlassen können. Sie haben sich nicht gescheut, trotz eigener Belastungen und Einschränkungen allzeit verantwortungsbewusst und zuverlässig ihre Haushalte zu versorgen. Und ich bin sicher, dass sie dies auch weiterhin unter Beweis stellen werden.

Ich wünsche uns allen, dass wir die neuen Erkenntnisse der Wertschätzung ins neue Jahr mitnehmen und auch dann nicht vergessen, wenn die Pandemie überwunden ist, und wir uns endlich wieder unbeschwert begegnen können.

In diesem Sinne: ein gutes neues Jahr!

Ihr Andreas Kühne

PS:
Aus dem Verkauf der Masken in 2020 haben wir einen Spendenbetrag i.H.v. 110,- € erzielt.
Wir haben diesen Betrag auf 500,- € erhöht und im November 2020 an Herrn Pfarrer Meurer zur Unterstützung seiner Kinder- und Jugendarbeit in Köln-Höhenberg und -Vingst weitergeleitet.

Vielen Dank an alle, die durch den Kauf der Masken mit dazu beigetragen haben!
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