Öffentlichkeitsarbeit

 

Die Umsetzung unseres Anliegens, auch den Haushaltshilfen eine stabile und nachhaltige Perspektive zu bieten, steht immer noch in starker Konkurrenz zur Schwarzarbeit mit ihrer Unverbindlichkeit und den "günstigen" Preisen. Hier liegt noch ein erhebliches Betätigungspotential für die Politik, für diesen Markt passende Regelungen zu erlassen, die eine wirtschaftliche und gleichzeitig kundenfreundliche Lohngestaltung ermöglichen - statt dieses Feld nun den aufstrebenden Online-Plattformen zu überlassen, die den Preiskampf auf Kosten der Haushaltshilfen austragen.

Lesen Sie dazu z.B.:

Stiftung Warentest am 30.10.2014: Putzdienste - die leeren Versprechungen der Online-Vermittler

ARD Mittagsmagazin am 25.02.2015: Online-Putzdienste

Stern-Artikel vom 06.08.2015: "Mit einem Wisch ist alles weg"


Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales Nordrhein-Westfalen ist auf unseren Betrieb aufmerksam geworden und stellt ihn auf seiner Homepage als "Alternative zur Schwarzarbeit in Privathaushalten" vor.


Auch die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh (G.I.B.) berichtet in Ihrer Infoschrift 1_17 über uns unter dem Titel "Gegen Schwarzarbeit ist ein Kraut gewachsen: Soziale Verantwortung".


Bericht über die Rheinischen Hausjuwelen

Kölner Stadt-Anzeiger vom 15.10.2014 / Rundschau online vom 22.10.2014:

Perspektive für Mütter ohne Arbeit

PUTZHILFE Betrieb ermöglicht flexible Arbeitszeiten. Von Pamo Roth


Frechen. Mit seinem Betrieb „Rheinische Hausjuwelen“, den er vor sechs Jahren gründete, bietet der Frechener Unternehmer Andreas Kühne langzeitarbeitslosen Müttern eine Jobperspektive. Er hat sich auf Haushaltsdienstleistungen in Privathaushalten spezialisiert. Weil sich diese Arbeit oft flexibel legen lässt, ist es eine ideale Beschäftigung für Mütter, die oft ein Zeitproblem wegen ihrer Kinderbetreuung haben. Seine rund 30 unbefristeten Mitarbeiterinnen arbeiten alle in Teilzeit, viele von ihnen sind ehemalige langzeitarbeitslose Mütter.

Auch Herbert Botz, Geschäftsführer des Jobcenters Rhein-Erft, sieht diesen Betrieb als ein gutes Modell. Für Mütter, die händeringend einen Job suchten, aber ein Problem mit der Kinderbetreuung haben, sei diese Konstruktion ideal. „Wir sind froh, wenn wir solche Arbeitgeber haben haben, weil Kinderbetreuung ein Problem ist. Dieser Betrieb ist ein gutes Beispiel, und es wäre schön, wenn wir mehr davon hätten.“

Die 27-jährige Frechenerin Nadine Bauer arbeitet seit rund zwei Jahren als „rheinisches Hausjuwel“. Sie ist verheiratet, hat eine kleine Tochter und suchte nach einer kleinen Tätigkeit. „Reinigungsfrau hat sich angeboten, weil es flexibel machbar ist“, erzählt sie. Inzwischen putzt sie in einem Bürogebäude und fünf verschiedenen Haushalten in Frechen, Pulheim-Dansweiler und Köln-Junkersdorf. Nach den Erfahrungen von Unternehmer Kühne sind es zunehmend junge Familien, die sich Unterstützung im Haushalt wünschen. Er ist sich sicher: „Das Thema Haushaltshilfe kommt nach dem Thema Familienplanung und Autokauf als nächstes.“

An diesem Tag ist Nadine Bauer in einem Zweipersonenhaushalt in einem Reihenhaus in Königsdorf eingesetzt. Dort putzt sie an zwei Vormittagen in der Woche – zu welcher Uhrzeit, kann sie sich relativ frei einteilen. Wenn sie ihr Kind mittags früher von der Kita abholen muss, zieht sie das Putzen einfach vor. Auch sie ist bei immer mehr jungen Familien mit Kindern beschäftigt und meint, dass die Nachfrage in diesem Klientel zunehme. „Gerade, wenn man als Mutter um halb 4 Uhr abgehetzt das Kind von der OGS abholen muss, hat man Zuhause keine große Lust mehr zu putzen, sondern will seine Zeit mit dem Kind verbringen.“